Autos, sie sind einer der Grundpfeiler der Mobilität auf der ganzen Welt. Es gibt sie in allen möglichen Formen, Farben, Lautstärken und Grundideen. Ich habe bei meinem Besuch bei Audi sowohl in dem Werk als auch im Museum ein besseres Verständnis dafür entwickeln können, wie Audi an diese komplexe Sache namens Auto herangeht.
Fakt ist, so gut wie jeder Audi ist ein Serienmodell, das durch Fließbandarbeit entsteht. Aber trotzdem ist jeder Audi dank Handarbeit und umfangreicher Konfigurationsmöglichkeiten ein eigenes Kunstwerk auf vier Rädern.
Die Dimensionen dieses Werks sind äußerst schwer vorstellbar, besonders beim Karosseriebau, der fast vollständig automatisiert von Robotern unter ohrenbetäubendem Lärm durchgeführt wird. Das liegt zum einen an der Schwere der Arbeit und zum anderen an der Genauigkeit, mit der diese durchgeführt werden muss.
Die Handarbeit beginnt bei der Montage wie z.B. den Fenstern, den Rädern oder den Stoßdämpfern. Hier erkennt man, was Audi von anderen Automobilherstellern unterscheidet, und wer sich das noch nicht angeschaut hat, der sollte schleunigst nach Ingolstadt fahren und das mit eigenen Augen sehen. Jeder Handgriff, jede Bewegung ist wie eine kleine Note einer Sonate, die langsam, aber sicher Form annimmt. Und am Ende hat man eine Hochleistungsmaschine, mit der man Einkaufen und „250 km/h“ auf der Autobahn fahren kann.
Das Audi Museum gleich neben dem Werk ist ebenfalls ein „absoluter Hingucker“ für Menschen, die sich für Autos oder generell Technik interessieren. Jede Etage läutet eine andere Zeit Epoche in Audis langjähriger Geschichte ein, von den ersten Horch-Modellen von 1933 bis zu neuesten Topmodellen wie dem Audi R8. Es ist wie eine richtige Zeitreise, wenn man am Ende des Museums ankommt. Und wenn man sich vor Augen führt, was die Ingenieure Anfang des 20. Jahrhunderts für Mittel zur Verfügung hatten, sind diese Autos eine wahre Meisterleistung. Aber ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, um den Wow-Faktor nicht zu verderben.
Wer technisch interessiert ist, für den wird ein Besuch zu einer grandiosen Erfahrung. Und die, die es nicht sind, sogar die sollten sich wenigstens kurz mit der Geschichte des legendären Audi Quattro auseinandersetzen, ein Quantensprung in der Mobilität.
Für den Besuch mit Frau Karos und Frau Schynowski bei Audi hat es sich auf jeden Fall gelohnt, um 6 Uhr morgens aufzustehen. Daher muss ich diese Aktivität unbedingt weiterempfehlen.

Sigismund Wegner, 11bw